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Kurzübersicht

Alltag und Faltfrequenz bestimmen, welches Klapprad wirklich passt.

Prüfe Laufradgröße, Sitzposition und Faltmechanismus selbst, statt dich auf Katalogwerte oder die Gesamtnote zu verlassen. Für tägliches Bahnpendeln empfiehlt sich ein kompakt faltendes Rad, das sich schnell und sicher tragen lässt.

  • 20 Zoll passen für die meisten Erwachsenen bis etwa 1,85 m; 16 Zoll lohnen sich vor allem bei häufigem Tragen und kürzeren Fahrstrecken.
  • Für tägliches Bahnpendeln sollte sich das Rad in unter 30 Sekunden falten lassen; bei Gelegenheitsnutzung genügt unter einer Minute.
  • Komplett gefaltet fährt das Rad bei der Deutschen Bahn kostenfrei als Handgepäck mit; aufgeklappt kostet die Fahrradkarte im Fernverkehr 7,99 bis 14,99 Euro.
  • Plane rund 5 cm Reserve bis zur Mindesteinstecktiefe der Sattelstütze ein und teste das Rad mindestens 15 Minuten auf Kopfsteinpflaster und in Kurven.
Ein Klapprad scheitert selten am Preis. Es scheitert an drei Details, die im Prospekt kaum auftauchen: Rahmengeometrie, Faltmechanismus und Laufradgröße. Selbst ein Titanrahmen schützt nicht vor einem Bruch im Haltbarkeitstest, und eine ordentliche Gesamtnote verrät nichts über schwache Bremsen bei Nässe. Welche Kriterien du in welcher Reihenfolge prüfst, hängt weniger von der Marke ab als von deinem Alltag: Bahnpendeln mit Treppen verlangt ein anderes Rad als der Kofferraum vor der Wochenendtour.

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Klapprad vs. Faltrad: Warum die Begriffe für den Kauf zählen

Der wichtigste Unterschied zwischen Klapprad und Faltrad liegt im Faltmechanismus. Während ein Klapprad meist einmal in der Rahmenmitte zusammengeklappt wird, lässt sich ein Faltrad an mehreren Stellen falten. Dadurch unterscheiden sich die Bauarten vor allem beim Packmaß und bei der Handhabung. Diese Unterscheidung verwendet auch der ADAC in seinem Test. Im Handel werden beide Begriffe allerdings häufig synonym verwendet.

Grafik die ein Klapprad und ein Faltrad, mit ihren verschiedenen Faltachsen zeigt.
© zweiradladen.net / KI generiert mit ChatGPT

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

KriteriumKlappradFaltrad
FaltmechanismusMeist ein zentrales RahmenscharnierMehrere Falt- und Klappmechanismen
PackmaßHäufig größerOft kompakter
HandhabungMeist wenige Handgriffe erforderlichJe nach Konstruktion mehrere Faltschritte
WartungWeniger Gelenke und VerriegelungenMehr bewegliche Bauteile, die kontrolliert werden müssen
Typischer EinsatzGelegentlicher Transport im Auto oder WohnmobilHäufige Mitnahme in Bus, Bahn oder anderen Verkehrsmitteln

Für die Wahl heißt das: Faltest du mehrmals täglich und stehst damit in vollen Zügen, zahlt sich das kleinere Packmaß eines Faltrads aus. Faltest du nur für den Kofferraum, ist die robustere Lösung mit einem Scharnier oft die bessere.

Was hat der ADAC-Test ergeben?

Testsieger unter acht Klapp- und Falträdern zwischen 535 und 2.969 Euro wurde im ADAC-Test vom Mai 2025 das Brompton G Line mit der Note 2,3 (gut). Damit liegt eine der wenigen unabhängigen Grundlagen für einen Faltrad-Vergleich vor: Die Stiftung Warentest hat bisher keinen eigenen Klapprad-Test veröffentlicht, nur ein Fahrrad-Special von 2016 mit einem Faltrad-Abschnitt.

ModellADAC-NoteAuffälligkeit
Brompton G Line2,3 (gut), Testsiegerdrei Rahmengrößen, Lichtanlage und Seitenständer fehlen
Riese & Müller Birdy touring2,4zweiter Platz
Coast-Bikes2,5gleichauf mit Dahon
Dahon2,5gleichauf mit Coast-Bikes
Tern Link D7i2,7Bremswirkung bei Nässe unter der Vorgabe der DIN 4210:2023
Decathlon B'Twin Fold 500k. A.Bremswirkung bei Nässe unter der Vorgabe der DIN 4210:2023
Vello Rocky Titan4,5 (abgewertet)Titanrahmen im Haltbarkeitstest gebrochen

Die Endnote allein führt in die Irre. Das Tern Link D7i liegt trotz verfehlter Nässebremsvorgabe mit 2,7 nur zwei Zehntel hinter Coast-Bikes und Dahon. Wer ausschließlich auf die Gesamtnote schaut, übersieht damit genau den Punkt, den du bei einer Probefahrt im trockenen Laden nicht beurteilen kannst.

Der Rahmenbruch beim Vello Rocky Titan zeigt das Gegenstück: Hochwertiges Material ersetzt keine solide Konstruktion am Scharnier. Und der Testsieger kommt ohne Licht und Ständer, was du beim Preisvergleich einrechnen musst.

Schritt 1: Einsatzzweck und Faltfrequenz klären

Wie oft und wo du faltest, bestimmt die Gewichtung aller weiteren Kriterien, deshalb gehört diese Frage vor jeden Modellvergleich. Ein Rad, das du zweimal täglich in die Bahn hebst, braucht andere Eigenschaften als eines, das nur im Kofferraum zum Startpunkt der Radtour reist.

In der Bahn rechnet sich ein sauber faltendes Rad direkt. Komplett zusammengeklappt fährt es bei der Deutschen Bahn kostenfrei als Handgepäck mit, ohne Fahrradkarte und Stellplatzreservierung. Aufgeklappt brauchst du in ICE, IC und EC die Fahrradkarte für 20 % des Flexpreises der 2. Klasse, mindestens 7,99 und höchstens 14,99 Euro inklusive Reservierung. Bei 40 Fernverkehrsfahrten im Jahr kommen so rund 320 bis 600 Euro zusammen.

Im Auto zählt das Packmaß gegenüber deinem Kofferraum, nicht der Katalogwert. Miss Breite, Tiefe und Höhe des Laderaums und zieh rund 5 cm Puffer ab, damit Pedale und Kette nicht an der Verkleidung scheuern. Stellst du das Rad in der Wohnung ab, entscheiden eher Standfläche, Treppenhausbreite und Gewicht.

Ein typischer Fehlkauf: Wer 8 km zur Arbeit fährt und das Rad nur einmal am Tag in den Aufzug schiebt, greift zum kompaktesten Modell. Den Packmaßgewinn bezahlt er dann täglich mit unruhigem Fahrverhalten und einer Sitzposition, die nicht zu den Kilometern passt. Stell deshalb ehrlich gegenüber, wie viele Minuten du fährst und wie viele du trägst.

Schritt 2: Laufradgröße nach Körpergröße und Strecke wählen

Kein anderes Bauteil beeinflusst Packmaß und Fahrstabilität so stark wie die Laufradgröße, und deine Körpergröße grenzt die Auswahl als Erstes ein. Anbieter ordnen die gängigen Größen so ein:

LaufradgrößeCharakterKörpergröße laut Anbieterangaben (je Modell variabel)Empfehlung
16 Zollkompaktestes Packmaßetwa 1,40 bis 1,65 mkurze Radstrecken, viel Tragen
20 ZollStandard, Kompromiss aus Packmaß und Fahrstabilitätetwa 1,45 bis 1,85 merste Wahl für die meisten Erwachsenen
24 Zollkomfortabler, gefaltet aber größermodellabhängigam oberen Ende der 20-Zoll-Spanne oder darüber, mehr Fahren als Tragen

Welche Laufradgröße passt zu deiner Körpergröße?

Für die meisten Erwachsenen sind Klappräder mit 20-Zoll-Laufrädern eine vielseitige Wahl. Ob das Fahrrad tatsächlich zu deiner Körpergröße passt, hängt jedoch vor allem von der Rahmengeometrie sowie dem Verstellbereich von Sattel und Lenker ab. Auch größere Personen können deshalb problemlos auf einem 20-Zoll-Modell fahren, sofern die Sitzposition stimmt.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

Kriterium20 Zoll24 Zoll
KörpergrößeFür viele Erwachsene geeignet, abhängig vom ModellEbenfalls modellabhängig, nicht ausschließlich für große Personen
FahrkomfortUnebenheiten sind häufig stärker spürbarRollt tendenziell ruhiger über Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster
PackmaßMeist kompakter und leichter zu verstauenIn der Regel größer und sperriger
Typischer EinsatzPendeln, Bahnmitnahme und regelmäßiges FaltenLängere Fahrstrecken und seltener Transport
ErsatzteileGroße Auswahl an Reifen und SchläuchenAuswahl abhängig von der verwendeten Reifengröße

Kleine Laufräder geben Unebenheiten direkter weiter. Breitere Reifen mit etwas geringerem Luftdruck innerhalb der Herstellerfreigabe mildern das ab, prüf deshalb vor dem Kauf die maximal zulässige Reifenbreite im Rahmen.

20 oder 16 Zoll für den Pendelverkehr?

Ist deine Radstrecke länger als die Tragestrecke, nimm 20 Zoll. 16 Zoll lohnt sich, wenn du das Rad öfter über Bahnhofstreppen trägst, als du darauf fährst. Im Überschneidungsbereich zwischen etwa 1,45 und 1,65 m passen beide Größen, dann entscheiden Strecke und Packmaß.

Oberhalb von etwa 1,65 m wird 16 Zoll bei den meisten Modellen knapp. Ein klassischer Fehlkauf: Mit 1,75 m zum 16-Zoll-Rad greifen, weil es gefaltet unter den Schreibtisch passt. Dann steht die Sattelstütze am Maximum, das Knie bleibt angewinkelt, und die Klemmung arbeitet bei jeder Kurbelumdrehung unter Höchstlast.

Packmaß und Gewicht selbst nachmessen

Katalogwerte zu Packmaß und Gewicht taugen nur zur Vorauswahl, weil oft offen bleibt, ob Licht, Schutzbleche, Gepäckträger und eingeklappte Pedale eingerechnet sind. Drei eigene Messungen beim Händler schaffen Klarheit:

PrüfwertSo misst duZielwert
Packmaßgefaltet mit Zollstock Länge, Breite und Höhe messen, Pedale eingeklappt, Lenker in Transportstellungpro Seite rund 5 cm kleiner als Kofferraum oder Stauraum
Gewichtauf der Personenwaage erst dich allein, dann dich mit Rad wiegen, Differenz bilden; mit Licht, Schloss und Tascheunter 15 kg, bei täglichen Treppen spürbar darunter
Tragepunktgefaltetes Rad zwei Stockwerke tragenGriff erreichbar ohne Kontakt zu Kette oder Kettenblatt

Der Richtwert von 15 kg gilt für alle Laufradgrößen. Größere Laufräder bedeuten mehr Material, Akku und Motor eines Pedelecs legen zusätzlich Gewicht drauf, prüf beides mit der Waage statt mit dem Datenblatt.

Schritt 3: Rahmengeometrie auf Sitzposition und Fahrverhalten prüfen

Über die Sitzposition entscheiden bei der Rahmengeometrie eines Klapprads die Verstellbereiche von Sattel- und Lenkerstütze, nicht die Rahmengröße. Bei kurzem Radstand und langer Stütze sind Auszugslängen deshalb wichtiger als bei einem Stadtrad. Zwei Messungen und eine Probefahrt reichen für ein belastbares Urteil.

Wie viel Stützenauszug brauchst du?

Die Sattelstütze deines Klapprads muss sich so weit ausziehen lassen, dass du deine optimale Sattelhöhe erreichst, ohne die Mindesteinstecktiefe zu unterschreiten. Plane dabei möglichst etwa fünf Zentimeter zusätzliche Verstellreserve ein.

Wie hoch dein Sattel sitzen sollte, kannst du mit einer verbreiteten Faustformel abschätzen:

Schrittlänge in cm × 0,885 = Sattelhöhe in cm

Beispielrechnung bei 85 cm Schrittlänge: 85 cm × 0,885 = 75,2 cm Sattelhöhe

Gemessen wird von der Mitte des Tretlagers bis zur Satteloberkante entlang der Sitzrohrachse. Wie weit du die Sattelstütze dafür ausziehen musst, hängt von der Rahmengeometrie ab.

Prüfe vor dem Kauf deshalb folgende Punkte:

  • Maximalen Stützenauszug kontrollieren: Die Markierung der Mindesteinstecktiefe muss auch bei deiner benötigten Sattelhöhe vollständig im Rahmen bleiben.
  • Verstellreserve berücksichtigen: Etwa fünf Zentimeter zusätzliche Reserve ermöglichen spätere Anpassungen. Sie sind allerdings kein vorgeschriebener Sicherheitsabstand.
  • Längere Sattelstütze prüfen: Reicht der Verstellbereich nicht aus, erkundige dich nach einer längeren, vom Hersteller freigegebenen Stütze.

Mehrere Größenvarianten sind bei Klapprädern nicht selbstverständlich. Eine Ausnahme ist das Brompton G Line, das in Small, Medium und Large angeboten wird. Dabei verwendet Brompton einen Rahmen in Einheitsgröße mit unterschiedlichen Vorbau- und Sattelstützenhöhen.

Radstand und Lenkerreichweite bei der Probefahrt

Eine Probefahrt von mindestens 15 Minuten zeigt dir, ob Radstand, Lenkerposition und Fahrverhalten des Klapprads zu dir passen. Teste das Fahrrad möglichst auf unterschiedlichen Untergründen, in engen Kurven und bei etwas höherem Tempo. Ein kurzer Radstand macht das Rad häufig wendig, kann aber bei höheren Geschwindigkeiten ein unruhigeres Fahrgefühl verursachen.

Achte während der Probefahrt besonders auf folgende Punkte:

  • Geradeauslauf und Spurtreue: Fahre auf einer sicheren, geraden Strecke und mache einen Schulterblick. Das Rad sollte dabei möglichst stabil in der Spur bleiben, ohne dass du ständig gegenlenken musst.
  • Kurvenverhalten: Teste enge Kurven bei niedriger Geschwindigkeit. Die Lenkung sollte direkt reagieren, ohne nervös oder schwer kontrollierbar zu wirken.
  • Lenkerreichweite: Prüfe, ob du den Lenker mit leicht angewinkelten Armen erreichst. Ist er zu nah, können die Knie in engen Kurven anstoßen. Bei zu großer Reichweite musst du dich unangenehm weit nach vorne strecken.
  • Sitzposition: Für eine aufrechte Haltung im Stadtverkehr kann der Lenker etwa auf Sattelhöhe oder etwas darüber liegen. Entscheidend ist, dass Schultern und Arme entspannt bleiben.
  • Fahrkomfort: Fahre über leicht unebenen Untergrund, beispielsweise Kopfsteinpflaster. Achte darauf, wie stark Stöße übertragen werden und ob das Fahrrad kontrollierbar bleibt.
  • Beschleunigung: Ein kurzer Antritt zeigt dir, wie stabil sich das Klapprad unter Belastung anfühlt und ob der Rahmen ungewöhnlich nachgibt oder Geräusche entstehen.

Kontrolliere nach der Probefahrt auch das Mittelscharnier und die Rahmenverbindungen. Achte auf saubere Schweißnähte, sichtbare Risse, ungewöhnliches Spiel und eine sicher schließende Verriegelung. Besonders am Faltgelenk müssen die Bauteile sauber ineinandergreifen und fest sitzen. Das Rahmenmaterial allein sagt wenig über die Verarbeitungsqualität und Haltbarkeit aus.

Schritt 4: Faltmechanismus im Alltag testen

Alltagstauglich ist ein Faltmechanismus, wenn er sich werkzeuglos, in deutlich unter einer Minute und bei jedem Durchgang gleich bedienen lässt. Sonst steht das Rad nach kurzer Zeit nur noch aufgeklappt im Flur. Die Vorführung des Verkäufers, der den Ablauf routiniert beherrscht, sagt über deine eigene Handhabung wenig aus.

Woran erkennst du ein haltbares Scharnier?

Ein hochwertiges Klapprad-Scharnier erkennst du an einer spielfreien Verbindung, einer zuverlässigen Verriegelung und einer zusätzlichen Sicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen. Das Gelenk muss den Rahmen auch unter Belastung stabil zusammenhalten und sich gleichzeitig einfach bedienen lassen.

Mit diesen vier Prüfungen kannst du die Qualität einschätzen:

  1. Rahmen auf Spiel prüfen: Halte Sattel und Lenker fest und belaste den Rahmen vorsichtig gegeneinander. Am Scharnier darf kein deutliches Wackeln oder Knacken auftreten. Spürbares Spiel kann auf eine mangelhafte Einstellung oder verschlissene Bauteile hinweisen.
  2. Verriegelung kontrollieren: Öffne und schließe das Scharnier mehrmals. Der Mechanismus sollte ohne Werkzeug funktionieren, sicher einrasten und sich nur durch einen bewussten Handgriff wieder lösen lassen. Eine zusätzliche Sicherung bietet weiteren Schutz.
  3. Klemmungen überprüfen: Teste auch die Lenkerklemmung und vorhandene Schnellspanner. Sie müssen nach mehrmaligem Öffnen und Schließen zuverlässig fest sitzen und dürfen sich nicht selbstständig lockern.
  4. Faltzustand testen: Klappe das Fahrrad vollständig zusammen und prüfe, ob ein Magnet, Haken oder Klickverschluss die gefalteten Teile zusammenhält. Das erleichtert das Tragen und verhindert unbeabsichtigtes Auseinanderklappen.

Für die Bahnmitnahme ist ein sicherer Faltzustand besonders praktisch. Ein vollständig zusammengeklapptes Klapprad kann bei der Deutschen Bahn unter den geltenden Handgepäckbedingungen ohne Fahrradkarte mitgenommen werden. Eine zuverlässige Halterung verhindert dabei, dass sich das Fahrrad beim Tragen oder Verstauen unbeabsichtigt entfaltet.

Wie schnell sollte sich ein Klapprad falten lassen?

Setz dir für das tägliche Bahnpendeln unter 30 Sekunden pro Vorgang als Messlatte, für Gelegenheitsnutzung reicht unter einer Minute. Stopp die Zeit mit dem Smartphone und wiederhole Falten und Aufklappen fünfmal. Der erste Durchgang ist fast nie repräsentativ, erst danach zeigt sich, ob sich ein Ablauf einschleift.

Beobachte dabei drei Dinge: ob Kette und Kettenblatt an Hose oder Mantel schmieren, ob die Pedale sauber einklappen und ob Schalt- und Bremszüge gequetscht werden. Trag das gefaltete Rad danach über eine Treppe. Rollen am Rahmen oder am Sattel, mit denen du es wie einen Trolley ziehst, entlasten auf langen Bahnsteigen spürbar.

Schritt 5: Gewicht, Ausstattung und Budget abgleichen

Den Ausschlag gibt der Gesamtpreis inklusive Nachrüstung, nicht der Listenpreis, und das Gewicht setzt dabei die Obergrenze. Im ADAC-Testfeld lag das teuerste Rad beim mehr als Fünffachen des günstigsten, eine solide Ausstattung findest du daher nicht automatisch oben.

Wie viel Gewicht ist für den Alltag vertretbar?

Unter 15 kg gilt als Richtwert, weil schwerere Räder beim Tragen in Bahn und Treppenhaus schnell lästig werden. Dass deutlich weniger möglich ist, zeigt Brompton mit der C Line: Die 4-Gang-Version wiegt ab 11,5 kg, also 3,5 kg unter dem Richtwert. Sie kam zum Modelljahr 2026 auf den Markt und war deshalb nicht Teil des ADAC-Tests.

Zum selben Modelljahr ergänzte Brompton elektrische Modelle wie die T Line Electric. Motor und Akku erhöhen das Tragegewicht. Ein Elektro-Klapprad lohnt sich daher vor allem bei langen Strecken mit Steigungen und wenig Treppen, für den Umstieg mit mehreren Etagen ist das leichtere Rad meist die bessere Lösung.

Preisklassen und Empfehlung je Budget

Je häufiger du faltest und trägst, desto mehr Budget gehört in Scharnier, Gewicht und Faltzeit. Bei seltener Nutzung reicht ein günstigeres Rad, sofern die Bremsen bei Nässe überzeugen.

BudgetTypischer EinsatzWorauf du achtestEmpfehlung
EinstiegKofferraum, Camping, gelegentlich BahnBremswirkung bei Nässe, Spiel im Scharnier, Gewicht nachwiegenNach Testergebnissen zur Nässebremse fragen; das B'Twin Fold 500 von Decathlon verfehlte im ADAC-Test die Vorgabe
MittelfeldPendeln mit hohem Radanteil, gelegentliches TragenStützenauszug, Licht und Schutzbleche ab WerkDahon und Coast-Bikes (je 2,5) als geprüfte Optionen; beim Tern Link D7i die Nässebremse bedenken
Premiumtägliches Bahnpendeln mit TreppenFaltzeit, Packmaß, Gewicht unter 15 kg, RahmengrößenBrompton G Line oder Riese & Müller Birdy touring (2,4)

Vergleiche immer den Gesamtpreis aus Rad, Licht, Seitenständer, Schutzblechen, Gepäckträger und Tasche. Beim Testsieger kommen Licht und Ständer obendrauf, ein komplett ausgestattetes Rad kann trotz höherem Listenpreis am Ende günstiger sein.

Für den häufigsten Fall, das tägliche Bahnpendeln mit Treppen, lautet die klare Empfehlung: Brompton. Die G Line hat den ADAC-Test gewonnen und deckt mit drei Rahmengrößen auch Grenzfälle ab. Wer jedes Kilo zählt, nimmt die leichtere C Line in die engere Wahl, entscheidet dann aber ohne unabhängiges Testergebnis.

Klapprad kaufen: Neu oder gebraucht?

Gebraucht lohnt sich ein Klapprad nur, wenn du Scharnier und Rahmen vor dem Kauf selbst prüfen kannst, denn dort liegt das Risiko höher als bei einem normalen Fahrrad. Zeigt der Verkäufer das Rad nur gefaltet oder verweigert eine Probefahrt, lass die Finger davon.

Diese Punkte gehören auf deine Liste:

  • Scharnier: kein Spiel, keine Risse oder Lackabplatzer rund um das Gelenk, keine Spuren von Reparaturschweißungen.
  • Verriegelung: schließt ohne Kraftaufwand und sitzt fest. Ausgeschlagene Schnellspanner sind ein Warnsignal.
  • Sattelstütze: Kratzer oberhalb der Mindesteinstecktiefe deuten darauf hin, dass jemand dauerhaft am Limit gefahren ist.
  • Antrieb und Laufräder: Kette, Ritzel und Felgen auf Verschleiß prüfen, Räder auf Seitenschlag kontrollieren.
  • Bremsen: Beläge und Felgenflanken ansehen, Bremswirkung auf der Probefahrt testen.
  • Ersatzteile: klären, ob es für das Modell noch Scharnierteile und Service gibt. Bei Nischenmarken wird genau das oft zum Problem.

Neu bekommst du Gewährleistung und ein Rad nach aktueller Norm. Weil im ADAC-Test sogar Neuräder die Nässebremsvorgabe verfehlten, gilt beim Gebrauchtkauf erst recht: Bremsbeläge im Zweifel sofort tauschen und das Budget dafür gleich einplanen.

Fazit: Das passende Klapprad hängt von deinem Alltag ab

Am sichersten findest du ein passendes Klapprad, wenn du die Kriterien der Reihe nach abarbeitest: Einsatzzweck und Faltfrequenz, Laufradgröße nach Körpergröße, Stützenauszug und Geometrie, Faltmechanismus, zuletzt Gewicht und Gesamtpreis. 20 Zoll ist für die meisten Erwachsenen bis etwa 1,85 m der Standard, 16 Zoll bleibt eine Lösung für Kleinere mit viel Tragen. Miss Packmaß, Gewicht und Faltzeit selbst, statt dem Datenblatt zu vertrauen, und lies beim ADAC-Test die Einzelergebnisse statt nur die Endnote. Für tägliches Bahnpendeln ist ein Brompton die naheliegende Wahl, sofern du Licht und Ständer gleich mitkaufst.

FAQ zum Thema: So wählst du dein Klapprad richtig aus

Darf ich ein Klapprad kostenlos in der Bahn mitnehmen?

Ja, solange es komplett gefaltet ist, dann zählt es als Handgepäck. Halb geschlossen brauchst du im Fernverkehr eine Fahrradkarte, kontrolliere also vor dem Einsteigen, ob die Halterung greift.

Reicht 16 Zoll bei 1,80 m Körpergröße?

Meist nicht, denn damit liegst du klar über der üblichen 16-Zoll-Spanne. Realistisch ist ein 20-Zoll-Modell, bei dem deine Sattelhöhe noch Reserve bis zur Einstecktiefe lässt.

Wie schwer darf ein Klapprad für den Alltag sein?

Peile möglichst weniger als 15 kg an, gewogen mit Licht und Schloss. Trägst du täglich mehrere Stockwerke, ist ein Aufpreis für ein leichteres Modell meist gut investiert.

Welches Klapprad hat beim ADAC am besten abgeschnitten?

Das Brompton G Line mit der Note 2,3. Rechne beim Kauf aber Licht und Seitenständer zum Preis dazu, beides fehlt ab Werk.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von unserer Redaktion geprüft und freigegeben.